Kurt Tucholsky, der nicht unbedingt als Kostverächter in die Geschichtsbücher eingegangen ist, hat über seine große Liebe einmal geschrieben, er habe sie zwar betrogen – aber nie verraten. Eine ohne Frage sehr männliche Sicht auf die Fragen von Treu’ und Bettchen. Aber womöglich eine, die sich wissenschaftlich erklären lässt.

Eine Studie mit dem tollen Titel „Hast du mit ihm geschlafen? Liebst du sie?“, die überraschenderweise an einer jesuitischen Universität in den USA durchgeführt wurde, legt nun nämlich nahe, dass der Betrug, der bei einem Betrug passiert, für Männer und Frauen grundsätzlich sehr unterschiedliche Dimensionen hat. Für Männer lautet die gar nicht so überraschende Antwort, spielt der körperliche Aspekt des Betrugs eine wesentlich größere Rolle; Frauen ist dagegen der emotionale Aspekt wichtiger.

Interessant ist auch, wie die Studie erstellt wurde: Da man ja schlecht Paare zum Betrug im Dienste der Wissenschaft auffordern konnte, wurden Dialoge der amerikanischen Reality-Serie „Cheaters“ ausgewertet.

Mit Chips und Tabelle vor dem Fernseher: So macht Wissenschaft Laune!